Dienstag, April 19, 2011

Nebenher statt nur dabei

Der 35. Leipzig Marathon ist Geschichte und ich war diesmal nicht dabei – jedenfalls nicht direkt mit Startnummer und so. Familiäre Verpflichtungen, sprich Jugendweihe des eigenen Kindes (Oh Gott, ist das wirklich schon so weit), sorgten dafür, das die Überlegungen eventuell doch zum Marathon zu starten zu Recht nicht wirklich für Begeisterung bei den anderen Mitorganisatoren (sprich meiner Frau) sorgte. Am ‘day after’, also am besagten Marathonsonntag, war allerdings die ganze Sippe schon richtig zeitig wach und überraschend schnell war der bewohnbare Zustand wieder hergestellt und auch das schmutzige Geschirr verschwunden. Also gab es die Freigabe für eine längere Runde und somit die Möglichkeit, wenigstens etwas vom Marathonfeeling abzubekommen.

Das Wetter war fantastisch, nicht zu warm, nicht zu kalt, kein Wind. Nach wenigen Kilometern war ich an der Strecke und lief den Läufern entgegen und konnte sehen, was vorne an der Spitze abging. Dann kam die Gruppe mit dem 3:14 Zugläufer Matthi, ich hatte schon im Vorfeld überlegt, die Gruppe mit zu begleiten, das Ganze aber aus obigen Gründen schon verworfen. Aber nun war ja die Gelegenheit da und zwei Zeitläufer sind ja besser als keiner. Die Gruppe war relativ groß und zog sich an den verpflegungsstellen immer wieder auseinander. Also bestand immer wieder Bedarf einerseits die Spitze der Gruppe etwas einzubremsen und auf der anderen Seite die Lücken nach Hinten zu schließen. Es war so etwas wie Schafe hüten.

Bei Kilometer 25 habe ich mich dann Richtung Clara-Park verabschiedet und bin den direkten Weg zum Schleussiger Weg gelaufen, ich wollte ja wenigstens bei einem richtigen Marathon dabei sein, wenn es um den Sieg geht. Vielleicht kann man da ja was lernen. Ok, ich habe auf jeden Fall gelernt, das man schnell laufen muss und im Ernstfall auch noch mal auf dem letzten Kilometer einen ordentlichen Endspurt hinlegen muss. Ich glaube Jakob ist hier wesentlich schneller gewesen, als ich es jemals (auch ohne 42km vorher) sein werde.

Ansonsten war das Training diese Woche etwas zäh. Die Beine waren schon ok, aber irgendwie hat der Erfolg vom Kyffhäuser etwas die Motivation geraubt. Gut, das die Ergebnisse vom Leipzig Marathon und auch der Sieg von Steven in Werdau meine Leistung wieder etwas relativiert haben. Somit werde ich mich diese Woche nochmal ordentlich quälen, bevor es dann in die Osterferien und dann zur Harzquerung geht. Den Auftakt machen heute schon mal die 4x2000m.

1 Kommentare:

dna hat gesagt…

war doch bestimmt auch mal schön - so frei laufen zu können; ich bin gespannt auf deinen rennsteig-sm!!!
- dna -