Dienstag, März 22, 2011

Familienbesuch

Über den ganzen Kram mit Gruppendynamik, Teamspirit oder was weiß ich noch, werde ich mich mal nicht auslassen. Erstens bin ich kein Psychologe und zweitens wurde schon genug darüber gelabbert. Da besteht nur die Gefahr des Wiederholens.

Wiederholen ist aber ein gutes Stichwort und eine perfekte Überleitung. Am letzten Wochenende waren wir wiederholt in Brandenburg um wiederholt an der zweiten Wiederholung des Brandenburger Teammarathons teilzunehmen. Der Brandenburger Teammarathon ist ja so was wie der Bruder des Leipziger Wintermarathons. Da die Brandenburger auch immer zahlreich beim Wintermarathon dabei sind, dann erfordern die familiären Pflichten auch zum Gegenbesuch. Obwohl man von Pflichten hier nicht reden kann, es soll ja Familien geben, wo man sich auf Besuche freut. So auch in unserem Fall. Schon im letzten Jahr bei der Debütveranstaltung offerierte unser Brandenburger Verwandter eine herzliche und gut organisierte Familienfeier. Da so ein Trainingsmarathon immer gut passt und das Teamgelaufe auch Spaß macht (in der Regel wenigstens zweien im Team) war für uns klar, das wir auf jeden Fall auch in diesem Jahr dabei sind.

Schwierig ist es dann immer irgend ein Zeitziel zu finden, das dem Trainingszustand aller Teammitglieder wenigstens etwas entspricht. Bei uns war bis Freitag noch alles zwischen ‘Streckenrekord’ und ‘Ankommen’ dabei. Wir haben uns dann für den Anfang für Ersteres entschieden. Die ersten 4 der insgesamt 6 Runden liefen auch perfekt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir auch schon einen ordentlichen Vorsprung auf das nächste Team herausgearbeitet. Dann schlug doch bei Carsten der fehlende Kilometerumfang zu und wir wurden etwas langsamer. Nach der 5. Runde war dann das Rennen fast vorbei. Matthi traf eines der vielen Schlaglöcher auf dem nur kurzen Asphaltstück und knickte ordentlich mit dem Fuß um. Humpelnd bewegten wir uns in Richtung Ersthelfer, die aber keine wirkliche Ersthilfe leisten konnten. Also hat er es irgendwie doch geschafft und ist weiter gelaufen. Ob das gut war oder nicht, kann man jetzt schwer entscheiden. Jedenfalls konnten wir so die Führung verteidigen und den 2. Brandenburger Team-Marathon gewinnen. Im Ziel sorgten sich die Helfer aufopferungsvoll um Matthi und nur mit der Ausrede, das er ein übler Simulant ist, konnten wir verhindern das die Organisatoren ihn sofort stationär in der nahen Klinik einweisen lassen.

Eine rundum perfekte, angenehme Veranstaltung mit ganz viel Charme, die es sogar in die Abendnachrichten des RBB geschafft hat. Und ich freue mich schon auf nächstes Jahr.

Bericht von Carsten

Bilder von Peter