Die Gelegenheit war schon verführerisch. Der Winter war so lang und so langweilig. Schon in der letzten Woche so ganz ohne Frau im Winterurlaub konnte ich mich darauf perfekt vorbereiten. Und dann kam noch das unmoralische Angebot von Peter. Es war alles so einfach! Was sollte schon schief gehen? Annett hatte auch nichts dagegen und so schlich ich mich am Sonntag morgen leise aus dem Haus, um es mal mit etwas anderem zu probieren.
Ronald's Trainingsblog
"Der richtige Sport fängt erst da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein." Bertolt Brecht
Dienstag, Februar 28, 2012
Montag, Januar 30, 2012
Wintereinbruch
Nachdem es beim Wintermarathon schon mal einen kleinen Moment nach Winter ausgesehen hat, gab es eine Woche später beim Winterlauf gleich mal eine Portion mehr davon. Von diesem Schneefall war der Winterdienst der Stadt wieder einmal total überrascht. Wer hätte denn auch schon mit Schnee gerechnet, im Winter!
So sind wir dann also am Samstag morgen auf spiegelglatten Straßen Richtung Auensee geschlittert. Der Parkplatz war schon überraschend voll. Startkarte angepinnt und noch etwas Pseudoeinlaufen gemacht und dann schon im dichten Starterfeld einsortiert. Mit fast 250 Startern war es dort ordentlich eng. Nach dem Start erst mal aufpassen, das man die vorne gestarteten Kinder nicht über den Haufen rennt bzw. nicht von den Übermotivierten selbst über den Haufen gerannt wird. Dann hatte ich auch eine passende Gruppe gefunden. Trotz der nicht optimalen Bedingungen gingen die 1640m der erste Runde mit einem Schnitt von 3:47 weg. Doch schon zu Beginn der zweiten Runde konnte ich mich nicht so richtig entscheiden: Dranbleiben oder Abreißen. Obwohl ersteres keine wirkliche Option war. Irgendwie hatte ich wohl zu spät, zu viel und auch noch das Falsche gefrühstückt. Jedenfalls hatte ich auf den nächsten Runden mehr mit meinem Magen als mit den Beinen zu kämpfen. Ich sehe ja sonst schon auf Bilder beim Laufen immer etwas sch… aus, aber diesmal ging es mir auch noch so. Der Kilometerschnitt war jenseits von Gut und Böse und kletterte immer weiter über die 4-Minutenmarke. Dann konnte ich wenigstens in der vierten Runde auf Katrin aufschließen und das ein wenig als Motivation nutzen. Und als ich mich gerade so mit meinem Schicksal abgefunden hatte und es auf der letzten Runde eigentlich nur noch darum ging, den 2.Platz in der M45zu halten, da kam auch noch Michael Kühn von hinten. Auch wenn es zu diesem Zeitpunkt sinnlos war, aber plötzlich war da wieder der nötige Biss da. So kann man wenigstens die letzte Runde noch als Wettkampf bezeichnen. Die Zeit im Ziel war dann eher nicht erwähnenswert.
Damit war der erste Teil der diesjährigen Stadtranglistenwertung erledigt. Zwar noch nicht ganz, denn immerhin mussten wir noch mehr als eine Stunde bis zur Siegerehrung warten. Aber ich sehe das mal als Strafe für die indiskutable Leistung.
Montag, Januar 02, 2012
Altersklassenjahreswechsel
Da gleichzeitig mit der Altersklasse auch noch das Jahr gewechselt hat, ist jetzt eine gute Gelegenheit mal einen Rückblick auf 2011 zu wagen. Nachdem 2010 schon sehr erfolgreich gelaufen war, gab es in 2012 mal gleich eine Fortsetzung. Durch den etwas längeren Winter und einem damit verbunden Ausflug in die Welt des Winterwettkampfsports, begann der richtige Einstieg in die Saisonvorbereitung erst Anfang März. Mit der Entscheidung für den Rennsteiglauf als ersten Saisonhöhepunkt, war hier auch die Zielsetzung klar: ich wollte spätestens 12:00 im Ziel in Schmiedefeld sein. Dazu noch ein paar Wettkämpfe in der Vorbereitung. Der erste Test mit dem Brandenburger Teammarathon lief schon mal gut und man konnte den ersten Gesamtsieg der Saison feiern. Allerdings war das nicht wirklich überraschend, da doch etwas die Konkurrenz fehlte. Das sollte beim Kyffhäuser Bergmarathon als nächste Station der Vorbereitung schon etwas anders werden. Umso erfreulicher das ich auch dort am Ende als Erster im Ziel war. Ok, auch hier fehlte sicherlich etwas die richtige Konkurrenz.
Nach kurzer Stippvisite beim Leipzig Marathon war die Harzquerung der nächste und letzte Brocken in der Vorbereitung. Auch wenn es hier ‘nur’ zum 5.Gesamtplatz reichte, war ich damit mehr als Zufrieden. Somit ging es also mit viel Selbstbewusstsein zum Rennsteiglauf. Auch wenn es hier am Ende noch etwas knapp wurde, konnte ich mein Ziel mit einer Zeit von 5:59 erreichen. Damit war die erste Saisonhälfte schon mal sehr erfolgreich bewältigt.
Dann gab es erst mal ein kleines Motivationsloch und die Suche nach einem Ziel für den Rest der Saison war nicht einfach. Das Loch konnte ich mit unserem Sieg bei der Erzgebirgstraverse überbrücken und als Ziel wurde der Panoramatrail im Allgäu ausgewählt. Auch hier gab es mit dem 2.Platz beim Fichtelgebirgsmarathon im Rahmen der Vorbereitung ein angenehmes Wettkampfergebnis. Im Gegensatz dazu lief das Rennen durch die Berge des Allgäus dann nicht so optimal und lieferte aber doch einige wichtige Erkenntnisse.
Damit war eigentlich die Wettkampfsaison 2011 abgeschlossen. Aber das Gefühl der Zufriedenheit wollte sich nicht so ganz einstellen. Zudem waren ja noch gute 2 Monate Zeit sich ein Ziel zu suchen. Wenn das dann auch noch so erfolgreich wie mit dem Gesamtsieg beim Göltzschtalmarathon und der damit verbundenen (4-fachen) Landesmeisterschaft im Marathon einhergeht, ist das natürlich sehr erfreulich. Jetzt konnte ich mich ganz auf das Saisonende konzentrieren und rumgammeln. Der letzte läuferische Akt sollte die Begleitung von Annett beim Werdauer Herbstmarathon sein. Mit ihrem Ausstieg bei km10 sorgte sie zwar für mich für ein schnelleres Rennen als geplant und einem 4.Platz in der Gesamtwertung. Aber das war dann schon eher Zugabe und ‘Auslaufen’.
Die Fokussierung auf eher längere Läufe mit weniger Tempotraining hat mir trotz gesteigerten Kilometerumfangs keine Verletzungen eingebracht. Und auch wenn ich wahrscheinlich nicht mehr der große Bergläufer werde, so werde ich wahrscheinlich zukünftig mich etwas mehr auf die Ultratrails begeben. Für 2012 gibt es da ja schon ein sehr ambitioniertes Ziel.
Hier nochmal eine kleine Zusammenfassung des Jahres 2011:
- 4922 km mit einem Schnitt von 4:45 min/km
- 3 Ultras (Harzquerung, Rennsteig, Panoramatrail)
- 5 Marathons (Brandenburg, Kyffhäuser, Fichtelgebirge, Göltzschtal, Werdau)